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  #1  
Alt 29.04.2012, 11:51
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Syndromeda ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard Thrombose durch die Pille?

Das habe ich niur in einer Zeitung gelesen:

Bestimmte Antibabypillen erhöhen das Risiko für Thrombosen. In den USA muss darauf verstärt hingewiesen werden.

Aus der tageszeitung

Was ist denn davon zu halten?
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  #2  
Alt 29.04.2012, 21:04
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Rose1963 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Thrombose durch die Pille?

Ich denke, dass die Pille das Thromboserisiko erhöht, ist kein Geheimnis.
Aber mir scheint es so, als hätten sich da wieder neue Möglichkeiten aufgetan, mit einer Klage Geld zu verdienen.
Zitat:
27.04.2012

Thrombosegefahr durch Anti-Baby-Pille
Bayer zahlt 107 Millionen Euro an Klägerinnen

Von Nicola Kuhrt
Pillen-Knick bei Bayer: Auf der Hauptversammlung ging es um Ärger mit der Anti-Baby-PilleZur Großansicht
DPA

Pillen-Knick bei Bayer: Auf der Hauptversammlung ging es um Ärger mit der Anti-Baby-Pille

Gerade erst musste Bayer in den USA die Warnhinweise in den Pillen-Packungen verschärfen, nun muss der Konzern Entschädigungen in Höhe von 107 Millionen Euro an amerikanische Frauen zahlen. Tausende Verfahren sind noch offen. In Deutschland gibt es aktuell eine Klage.
Info

Köln - Die Anti-Baby-Pillen Yasmin, Yasminelle und Yaz sind seit Jahren ein Verkaufsschlager für den Pharmakonzern Bayer: 2011 setzte das Unternehmen damit weltweit mehr als eine Milliarde Euro um. Doch jetzt machen die Hormonpräparate dem Konzern gleich doppelt Probleme. Gerade erst musste Bayer in den USA die Warnhinweise in den Packungen verschärfen, nachdem die US-Arzneimittelbehörde FDA im Dezember 2011 entschieden hatte, Bayer habe nicht ausreichend vor den Risiken seiner Hormonpräparate gewarnt.

Aus ähnlichem Grund wird es jetzt richtig teuer für Bayer. Mehr als 10.000 Nutzerinnen der Pillen haben in den USA Klage eingereicht - wegen der erhöhten Thrombosegefahr. In einigen Fällen soll sie auch tödlich gewirkt haben.

Mit Hunderten Klägerinnen hat Bayer nun Vergleiche geschlossen. Insgesamt werde der Konzern aus Leverkusen 651 betroffenen Frauen rund 142 Millionen Dollar (107 Millionen Euro) zahlen, sagte Konzernchef Marijn Dekkers am Freitag in Köln. Dies geschehe allerdings ohne Anerkennung einer Haftung, sagt Deckers.

Tausende weitere Klagen sind noch offen. Dekkers zufolge gingen in den USA bis Mitte April rund 11.900 Klagen ein, dahinter dahinter stünden etwa 14.000 Klägerinnen. "In Deutschland gibt es aktuell eine Klage", sagt Bayer-Sprecherin Frederike Lorenzen. Auf der Hauptversammlung am Freitag in Köln berichtete ein Rechtsanwalt allerdings von weiteren Schadensfällen.

Gerade erst hatte die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA Bayer verpflichtet, seine Produkthinweise zu verschärfen. Ausdrücklich weist der Leverkusener Konzern nun darauf hin, dass Präparate mit dem hormonellen Wirkstoff Drospirenon - wie Yasmin - das Thromboserisiko für Anwenderinnen erhöhen könnten. Die Warnung muss künftig bei allen Pillen mit diesem Wirkstoff kommuniziert werden, machte die FDA klar. In Deutschland enthalten beispielsweise auch die Pillen Petibelle und Aida Drospirenon.

Venenthrombosen werden durch Blutgerinnsel in den Gefäßen ausgelöst. Wandern sie in die Lunge oder in das Gehirn, kann es zu gefährlichen Embolien und Schlaganfällen kommen.

Die Europäische Arzneimittelbehörde Ema hatte schon im Mai 2011 entschieden, dass die Warnung verschärft wird - oder "angepasst", wie das die Bayer-Sprecherin formuliert. In Deutschland liest man also nicht "könnte das Risiko erhöhen" wie bei Yasmin in den USA, sondern "kann das Risiko erhöhen", samt dem Zusatz: "Von 100.000 Frauen, die eine Pille anwenden, wie z. B. Yasmin, kann binnen eines Jahres bei 30-40 Frauen ein Blutgerinnsel auftreten. Die genaue Anzahl ist unbekannt. Die Höhe des Risikos kann je nach Art der Pille variieren. Besprechen Sie verfügbare Optionen mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin."

Derweil betonte Dekkers, Bayer habe nur dort Vergleichen zugestimmt, wo Ansprüche wegen venöser Blutgerinnsel - tiefer Venenthrombosen oder Lungenembolien - erhoben worden seien. Die Gesamtzahl solcher Fälle könne derzeit nicht abgeschätzt werden. Allerdings werde in weniger als der Hälfte der bislang zugestellten Klagen eine solche Erkrankung behauptet.

mit Material von dpa/dapd
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Frauen die Pille nicht nehmen würdem, wenn auf der Packung ERHÖHT DIE TROMBOSEGEFAHR: PILLE KANN TÖDLICH SEIN draufstehen würde.
Jede glaubt, dass es nur die anderen erwischt.
LG Rose
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  #3  
Alt 09.05.2012, 12:52
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Natascha41 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Thrombose durch die Pille?

Hallo Mädels, das ist doch denk ich weitreichend bekannt, steht in fast jedem Beipackzettel der Pille und wird meist nur nicht richtig wahrgenommen, weil man die hormonelle Verhütung für die einfachste Lösung hält. Lest mal den Beipackzettel, was ihr da gratis noch alles für tolle Sachen bekommen könnt.
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  #4  
Alt 09.05.2012, 18:33
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Rose1963 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Thrombose durch die Pille?

Klar, bei uns kann man ja auch nicht klagen, weil auf der Mikrowelle nicht draufsteht, dass man da drin nicht seinen Hund trocknen soll.
Aber bei uns scheint es ja auch verschärft worden zu sein. Hier nochmal ein Satz aus dem oben aufgeführten Artikel
Zitat:
Die Europäische Arzneimittelbehörde Ema hatte schon im Mai 2011 entschieden, dass die Warnung verschärft wird - oder "angepasst", wie das die Bayer-Sprecherin formuliert. In Deutschland liest man also nicht "könnte das Risiko erhöhen" wie bei Yasmin in den USA, sondern "kann das Risiko erhöhen", samt dem Zusatz: "Von 100.000 Frauen, die eine Pille anwenden, wie z. B. Yasmin, kann binnen eines Jahres bei 30-40 Frauen ein Blutgerinnsel auftreten. Die genaue Anzahl ist unbekannt. Die Höhe des Risikos kann je nach Art der Pille variieren. Besprechen Sie verfügbare Optionen mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin."
LG Rose
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  #5  
Alt 10.05.2012, 20:10
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HealthFreak ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Thrombose durch die Pille?

Ich gebe meiner VOrrednerin recht. Man sollte zuerst die Packungsbeilage durchlesen und dananch sich entscheiden ob man die Pille einnehmen will oder nicht. Bei allen Medikamenten gibts es Risiken bzw. Nebenwirkungen, das sollte man sich nicht so wundern.
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  #6  
Alt 10.05.2012, 20:50
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Syndromeda ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Thrombose durch die Pille?

Hm, ob die Packungsbeilage da so hilfreich ist? Mir haben schon mehrmals (also, es war 2x) Ärzte gesagt "lesen sie sich die Packungsbeilage nicht so genau durch, da kriegen sie nur unnötig Angst". Fand ich nicht so vertrauensvoll.
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  #7  
Alt 12.05.2012, 21:18
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Rose1963 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Thrombose durch die Pille?

Ich denke, da kommt es auf die Einstellung des einzelnen an. Manche wollen halt die Verantwortung für sich komplett abgeben und garnicht wissen, was sie so in sich reinstopfen. Und andere wollens halt wissen und diese müssen halt auch die Möglichkeit haben, sich ehrlich und umfassend zu informieren.
LG Rose
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  #8  
Alt 07.06.2012, 15:44
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Snowball ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Thrombose durch die Pille?

Ich glaube auch, dass viele die Pille ein bisschen zu gedankenlos nehmen, schließlich ist sie ja nun mal kein Bonbon, sondern ein Medikament, wie hier schon geschrieben wurde. Und das Thrombose-Risiko ist wirklich nicht zu unterschätzen, vor allem bei Frauen ab 30 und bei Raucherinnen!
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  #9  
Alt 26.07.2012, 12:21
Benutzerbild von ChristianK
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Standard AW: Thrombose durch die Pille?

Hi,

jedenfalls ein interessanter Artikel nachstehend. Publiziert wurden die Ergebnisse in einer der renommiertesten medizinischen Fachjournale (New England Journal of Medicine).

Wichtig ist jedenfalls auseinanderzuhalten, was Thrombose (entsteht im venösen System und kann schlimmstenfalls zur Lungenembolie führen - es sei denn, man hat ein "Loch im Herz"/offenes Foramen ovale http://de.wikipedia.org/wiki/Foramen_ovale_%28Herz%29, wodurch der Thrombus auch ins Gehirn gelangen kann.) und was Schlaganfall / Infarkt ist (entsteht im arteriellen System und kann zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen).

Quelle: derstandard.at/gesundheit.

Zitat:
"Pille & Co: Geringes Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt
23. Juli 2012, 15:55

Die Pille sowie Verhütungspflaster oder Vaginalring sind laut Studie mit einem minimal erhöhten Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt behaftet.

Zwei Frauen von 10.000, die hormonell verhüten, erleiden pro Jahr einen Herzinfarkt oder Schlaganfall

Weibliche Geschlechtshormone in Antibabypille, Verhütungspflaster oder Vaginalring können die Blutgerinnung beeinflussen und - in seltenen Fällen - zu Blutgerinnseln führen. Die Folge können tiefe Beinvenenthrombosen, Lungenembolien, Herzinfarkt oder Schlaganfall sein.

Eine aktuelle dänische Studie hat nun das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt über einen Zeitraum von 15 Jahren bei insgesamt mehr als 1,6 Millionen Frauen untersucht. Die Gefahr für die einzelne Frau ist nach Einschätzung der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) sehr gering und lässt sich durch Vorsichtsmaßnahmen zusätzlich vermindern.

Thrombose-Risiko seit langem bekannt

"Das Thrombose-Risiko für tiefe Beinvenenthrombosen und Lungenembolien von hormonellen Verhütungsmitteln ist seit Langem bekannt", erläutert Matthias Endres, erster Vorsitzender der DSG und Direktor der Klinik für Neurologie an der Berliner Charité: "Das ist ein Grund, warum die Antibabypille auch 50 Jahre nach ihrer Einführung weiterhin verschreibungspflichtig ist."

Bevor Frauenärzte ein Rezept ausstellen, müssen sie das individuelle Risiko ihrer Patientin sorgfältig abschätzen. "Eine bekannte Thrombose-Neigung oder starkes Übergewicht sind oft ein Grund, auf andere wirksame Verhütungsmethoden zu wechseln", sagt Endres.

Geringes persönliches Risiko

Das Thrombose-Risiko in den Venen ist gut untersucht: Im schlimmsten Fall kann es zu einer Lungenembolie führen. Doch zum Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko gab es nach Auskunft von Endres bislang kaum zuverlässige Zahlen.

Dies ändert nun eine Untersuchung aus Dänemark: Sie liefert nach Einschätzung des Berliner Experten eine sichere Grundlage für die ärztliche Beratung. Die Kopenhagener Forscher haben darin sämtliche Verordnungen hormoneller Verhütungsmittel über einen Zeitraum von 15 Jahren mit Krankenhausbehandlungen wegen Schlaganfall und Herzinfarkt in Beziehung gesetzt. "Die Untersuchung belegt, dass ein minimales Risiko vorhanden ist", stellt der Experte fest. "Es ist aber deutlich geringer als das Risiko einer venösen Thrombose."

Nach den Berechnungen der dänischen Forscher komme es im Durchschnitt pro Jahr bei 6,8 von 10 000 Frauen, die eine der heute üblichen Methoden hormoneller Empfängnisverhütung anwenden, zu einer venösen Thrombose. Zwei Frauen von 10.000 würden pro Jahr einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden, wobei das Risiko je nach Art und Dosis der Hormone variieren kann. "Bei der Antibabypille spielt die Dosis der Östrogene und die Wahl des Gestagens eine Rolle", erläutert Hans-Christoph Diener, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum in Essen.

Spirale hat keinen Einfluss

Auch Verhütungspflaster oder Vaginalring sind laut Studie mit einem minimal erhöhten Risiko behaftet. Für die Spirale - in der Variante, die Hormone freisetzt - ergab sich dagegen kein erhöhtes Risiko.

Für die Beratung der Frauen seien dies sicherlich wichtige Informationen, so Hans-Christoph Diner, der insgesamt keinen Grund zu großer Sorge sieht. "Hormonpräparate dürfen jedoch niemals unbedacht eingesetzt werden", mahnt der Experte aus Essen: "Im Zweifelsfall sollten sich Frauen ärztlich beraten lassen und auf andere, ebenfalls sichere Verhütungsmittel zurückgreifen." (red, derStandard.at, 23.7.2012)

Literatur:

Lidegaard Ø, Løkkegaard E, Jensen A, Skovlund CW, Keiding N. Thrombotic stroke and myocardial infarction with hormonal contraception. New England Journal of Medicine 2012; 366: 2257-66"
lg,

Christian.
__________________
"May you live all the days of your life."
-Jonathan Swift
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  #10  
Alt 27.07.2012, 18:24
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Rose1963 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Thrombose durch die Pille?

Aber die Überschrift ist schon ein bisschen verharmlosend, oder? Da viele Leute es bei der Überschrift belassen, besonders wenn ein Artikel lang und/oder kompliziert ist, finde ich das nicht so richtig glücklich. Nicht jeder hat ja gleich deine oben stehende Erklärung dabeistehen.
LG Rose
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