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#1
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Hi Zusammen,
am Wochenende habe ich mich ja mit meiner ersten Elternlektüre auseinander gesetzt: PEKiP - Das Prager-Eltern-Kind-Programm Bis zur Geburt haben wir zwar noch 5 Monate Zeit, aber man will ja auch nicht komplett unvorbereitet sein. Ziel des Programms ist die Förderung der Interaktion zwischen Eltern und Kind und die spielerische Unterstützung der Entwicklung des Würmchens. Wo früher das Kind passiv bewegt wurde, soll es nach dem PEKiP-Gedanken selbst aktiv werden und die Eltern bieten dem Kind kleine Spiele an. Diese sind abhängig davon, in welcher Entwicklungsstufe das Kind gerade ist. (Also wenn es im ersten Monat nur gucken kann, dann macht man halt damit was). Und einmal pro Woche trifft man sich dann zur gemeinsamen PEKiP-Gruppe um sich auszutauchen und was neues zu lernen und auch den Kleinen die Möglichkeit zu geben, sich mal von den Eltern zu lösen und erste "Freunde" kennenzulernen Das Baby sollte am besten dabei nackt spielen, damit möglichst viel Hautkontakt besteht und das Urvertrauen gestärkt wird. Ob das so ein Modeding ist, durch das jede Elterngeneration mal durch muss, weiss ich noch nicht. Es hat sich aber echt gut angehört und irgendwie muss man sein Kind ja auch bespassen. Hat hier vielleicht schonmal jemand Erfahrungen damit gemacht? (Vanillezauber???) Viele Grüße, Morgan |
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#2
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Hallo Morgan,
das PEKIP-Konzept ist mit Sicherheit kein Modedings, durch das jede Elterngeneration mal durchmuss. Vor mittlerweile 12 Jahren habe ich selbst mit meiner Tochter ein ganzes Jahr lang einen PEKIP-Kurs besucht, eigentlich zwei, nämlich nach dem ersten halben Jahr wäre Schluß gewesen, aber alle 8 Mütter unserer Gruppe haben den Anschlußkurs gebucht. Ich habe diese Zeit sehr genossen und ich bin sicher, meine Tochter auch. Begonnen hat das Ganze, als Tabea 7 Wochen alt war. Die anderen 7 Babies waren unwesentlich älter bzw jünger. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern war das eine, die sehr intensive Zeit mit dem Kind das andere, was richtig gut getan hat. Zu sehen, wie sich die Kinder - z.T. sehr unterschiedlich- entwickeln, mit welchen Mitteln man ihre Sinne anregen kann, die zunehmende Interaktion der Kinder - all das hat war wirklich spannend und hat meine Bindung zum Kind noch vertieft. Und auch nach Ende des Kurses haben wir Eltern und die Kinder noch so einiges miteinander unternommen. Hätte ich noch ein weiteres Kind bekommen, ich hätte das mit Sicherheit wieder gemacht. Ich kann dir nur raten, den PEKIP-Kurs zu besuchen. LG Missi |
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#3
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hört sich gut an. Habt ihr dann auch was davon zuhause gemacht? Oder beschränkte sich das auf den Kurs?
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#4
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Hört sich nett an. Wie auch immer solche Kurse heissen, wenn sie sich nach den Entwicklungsstufen der Kinder halten, ist das schon mal gut. Als krassestes Beispiel ist hierbei das Reinwerden zu erwähnen. Da hängt es erstens von den physiologischen (willentliche Kontrolle der Verschlusssphinkter, etc.), der Motivationalen und der kognitiven Voraussetzungen ab. Davor macht es eben keinen Sinn, das Kind, wie auch immer, zur Sauberkeit zu erziehen. Das muss man einfach mal verstanden haben. So verhält sich es auch mit anderen Fähigkeiten, die Kinder sukzessive aufbauen.
Meines Erachtens benötigt es da aber kein spezielles Programm "A", "B" oder "C". Weil die alles sowieso mit dem gleichen Wasser kochen. Beziehungsweise kann man sich für jedes dieser entscheiden, wenn sie im Ansatz vernünftig (wie oben beschrieben) klingen. Da gibt es ja auch sehr viel quasiesoterischen Humbug... Das Thema Nacktheit kann ich schon gar nicht mehr hören. Diese basals Stimulationsgeschichte ist jedenfalls was feines und das Kind bei jeder Gelegenheit ganzkörperlich zu stimulieren schafft für das Kind ein immer besser werdendes Körpergefühl und erhöht die Bindung zu den Eltern. Dazu muss es aber nicht dauernd auf 70er Jahre Komune nackt herumlaufen... Was die Bindung und das "Urvertrauen" zwischen Eltern und Kind betrifft, ist es viel wesentlicher dem Kind von Beginn an bei jeder Gelegenheit (Aufwachen Nachts, schreien wegen was auch immer,...) zu zeigen, dass man(n) für es da ist und es sich darauf 100% verlassen kann. Das schafft Urvertrauen und einen sicheren Bindungsstil.Übrigens sehr interessant und brauchbares Grundlagenwissen: http://www.uni-bielefeld.de/paedagog...02/07bindung1/ lg, Christian.
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"May you live all the days of your life." -Jonathan Swift Geändert von ChristianK (16.02.2010 um 10:27 Uhr) |
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#5
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Zitat:
![]() Wahrscheinlich ist es wirklich egal, was man macht - hauptsache man beschäftigt sich mit seinem Kind. Mir gefällt die Idee jedenfalls schon deshalb, weil man so ein kleines Spielprogramm an die Hand bekommt, das man so zusammen mit seinem Kind durchgehen kann. Ich habe es ja leider noch nicht selbst durchgemacht, sondern nur das Buch dazu gelesen, aber so stelle ich mir das halt vor... Und wenn man sich das erste mal mit einem solchen Winzling auseinandersetzen muss, ist man sicher Dankbar um jede Anregung, die eine einfache Interaktion ermöglicht...
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#6
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Zitat:
ich habe damit keine Erfahrungen gemacht. Larissas Babyzeit ist etwas anderes abgelaufen, als bei den meisten Babys. Sie war ja mit 4 Monaten in einen 6 Wochen Hüftgips gekommen und musste dann von da an immer mit Orthesen "rumliegen" bis kurz vor ihren 1. Geburtstag. Aber zum Glück hat sie die 8 Monate gut über standen und nun ist die Hüfte gut verheilt *freu* |
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#7
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ok, das war dann sicher auch nicht immer einfach, sie bei Laune zu halten und letztenendes gehts ja hauptsächlich darum. Ich glaube am Anfang spielt sich das eh alles im Liegen ab, schliesslich kann ein Neugeborenes ja die ersten Wochen noch nciht mehr...
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#8
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Batik-T-Shirt...
![]() ![]() ![]() Hahaha, ja, so in etwa!Da sein für's eigene Kind, ihm Sicherheit geben, dass man unter allen Umständen (und Uhrzeiten ) verfügbar ist und Stimulation, Stimulation, Stimulation ist das Um und Auf.In den ersten Monaten geht da wohl nicht viel mehr als diese basale Stimulation, aber von Beginn an ist es schon wichtig, hinsichtlich der kognitiven Entwicklung, ihm so viel Eindrücke wie möglich zukommen zu lassen. Da wirst Du auch noch auf dieses (gebatikte ) Tragetuch stossen, was ebenfalls esoterisch anmutet und manchmal auch so propagiert wird. Jedenfalls ist soetwas, gibts ja auch in modernen Formen, wirklich sehr sinnvoll, am besten mit Blick für's Kind nach vorne! Alle Eindrücke, die auf das Kind einprasseln, fördern seine kognitive Entwicklung, je früher desto besser. Also bei Spaziergängen/Einkäufen/..., wenn körperlich möglich, raus aus dem Kinderwagen, hin an Mamis oder Papis Körper (wieder Stichwort: Körpernähe/Wärme/Sicherheit/...) und das Kind möglichst viel in der Gegend rumschaun lassen. Auch wenn es in den ersten Monaten wohl das meiste verpennen wird .Später, für sprachliche und kognitive Entwicklung, ist es ganz wichtig, es auch mit möglichst vielen Worten zu konfrontieren, viel mit ihm zu reden und dann wenn es anfängt zu reden auch möglichst viele Zusammenhänge, wie selbstverständlich erklären. Bilderbücher ansehen, es selbst die Dinge ansehen lassen, erzählen lassen, selbst erzählen (über den gegebenen Text hinaus) und den unbändigbaren Lernwillen und das Erkundungsverhalten proaktiv fördern... Dann wird das auch was mit der Intelligenz ![]() Wichtig: Bei der kindlichen Entwicklung gibt es zwar Richtwerte wann was gekonnt werden sollte, aber auch enorme Variationsbreiten. Verzögerte Entwicklung (zB Sprachentwicklung: 50 Wort-Marke 24.-48(!) Monat!!!) wird allzumeist durch entsprechende Förderung aufgeholt. Hier unterscheidet man zwischen Entwicklungsverzögerung (aufholbar) und Entwicklungsstörung (bleibend). lg, Christian.
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"May you live all the days of your life." -Jonathan Swift |
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