#1  
Alt 17.09.2009, 08:15
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MaLu2 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Frage Haare färben - welche ist weniger schädlich?

Hallo an alle die färben oder sich mit Haarfarbe auskennen:

ich hab mal gehört, dass manche Haarfärbemittel schädlich sind. Nicht nur für die Haare, sondern die Stoffe kommen über die Haut auch in den Körper. Kennt sich damit jemand aus? Wie kann sich das auswirken? Und gibt es natürliche Mittel die den Haaren nicht so schaden? Ich habe lange Haare und die kriegen natürlich immer mehr ab wie kurze, weil kurze ja nicht so oft "behandelt" werden.
Bin gespannt auf eure Meinung

LG MaLu
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  #2  
Alt 05.10.2009, 14:01
Benutzerbild von Morgan
esando Team
 
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Morgan ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Haare färben - welche ist weniger schädlich?

mh, also davon habe ich leider garkeine Ahnung - aber mich wundert, dass da sonst niemand was zu wusste
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  #3  
Alt 30.10.2009, 08:20
Benutzerbild von Rene
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Rene befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Haare färben - welche ist weniger schädlich?

Hallo,

lasse mir zwar nicht die Haare färben, habe aber kürzlich äußerst interessante Informationen zu diesem Thema entdeckt:

Haar färben: Risiken für die Gesundheit

Sich das Haar zu färben, ist eine Verschönerung mit Risiken. Denn die verwendeten Haarfarben sind längst nicht unbedenklich. Zwar glaubt man inzwischen, dass die jetzt noch in den Farben eingesetzten Stoffe keine große Krebsgefahr darstellen. Allerdings bleiben Zweifel. Doch so gut wie ungeklärt sei das Problem der Allergien durch Haarfärbemittel, sagt die Wissenschaft. Das oft eingesetzte m-Aminophenol und auch Resorcin - bergen aber ein erhebliches Sensibilisierung- und Allergiepotenzial.

...

Als erstes kommerzielles Farbmittel kam 1907 para-Phenylendiamin - kurz PPD - auf den Markt. PPD hat stark sensibilisierende Eigenschaften und kann Kontaktallergien auslösen. In Haarfärbemitteln wird PPD als Vorstufe des Farbtons eingesetzt, die eigentliche Farbe bildet sich in einer chemischen Reaktion mit so genannten Oxidationskupplern im Haar.

In Hautkliniken in Europa sind drei bis fünf Prozent der Patientinnen und Patienten mit Kontaktallergien gegenüber PPD sensibilisiert, allerdings wird geschätzt, dass nur etwa ein Drittel dieser Fälle auf die Verwendung von Haarfärbemitteln zurückzuführen ist. Für die übrigen könnten Farben in Textilien und Leder sowie Henna-Tattoos die Ursache sein. Aber auch klinisch-dermatologische Allergietests sowie die von einigen Haarfärbemittel-Herstellern empfohlene Selbsttestung werden als mögliche Faktoren für die Sensiblisierung diskutiert. Der Einsatz von PPD in Haarfärbemitteln geht in Deutschland insgesamt zurück, die Alternativen sind jedoch zum Teil ebenso problematisch.

Dass Haarfärbemittel keine unbedenklichen Stoffe sind, hat Ökotest nachgewiesen. Sie untersuchte 42 Haarfarben. Alle schneiden im Test mit "ungenügend" ab. Ökotest schreibt: Die häufigsten Haarfarben in den getesteten Produkten sind aromatische Amine, von denen viele unter Krebsverdacht stehen. Solange der Verdacht nicht ausgeräumt ist, gibt es für diese Farben vier Punkte Abzug. Viele Haarfarben - dazu gehören das in allen getesteten Marken enthaltene Toluene-2,5-Diamine, das oft eingesetzte m-Aminophenol und auch Resorcin - haben zudem ein erhebliches Sensibilisierung- und Allergiepotenzial.

Die weltweit größte Datenbank für Kontaktallergien (IVDK) in Göttingen beobachtete bereits zwischen 1995 und 2002 einen signifikanten Anstieg der Sensibilisierungen gegen Toluene-2,5-Diamine. Aktuelle Daten des IVDK belegen einen weiteren deutlichen Anstieg zwischen 2003 und 2006. Kontaktallergien auf Haarfarben können sehr unangenehm sein und reichen von Juckreiz der Kopfhaut, am Hals oder Nacken bis hin zu extremen Rötungen und Schwellungen der Gesichtshaut.

Ökotest hat auch 17 Tönungen getest. Alle Produkte sind "ungenügend". Und dann listet Ökotest die Stoffe, die „wir als hochproblematisch ansehen“: In allen Tönungen im Test stecken Farbstoffe oder Farbstoffbausteine, die zur Gruppe der aromatischen Amine gehören. Einige Vertreter dieser Stoffgruppe gelten als krebsauslösend. Weil Studien einen Zusammenhang zwischen der Anwendung von Haarfarben und Blasenkrebs zeigten, werden zurzeit auf EU-Ebene Daten von Herstellern eingefordert und überprüft, um eine Positivliste mit "sicheren" Farbstoffen zu erstellen. Für etliche Stoffe fehlen noch Daten. Solange der Krebsverdacht nicht ausgeräumt ist, werten wir die Färbemittel um vier Stufen ab.
http://www.medizinauskunft.de/artike..._haarfarbe.php



In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf die Gefahr von allergischen Reaktionen gegen Henna-Tattoos hinweisen. Diese beruht auf dem bereits oben erwähnten, zur Farbintensivierung zugesetzten para-Phenylendiamin, welches in Europa kosmetischen Mitteln zur Färbung der Haut deshalb nicht beigefügt werden darf. Besonders Acht gegeben bzw. gemieden werden sollten daher Henna-Tattoos, wie sie oft im Urlaub von Künstlern auf der Straße und an Stränden angeboten werden.

weitere Infos:

Henna-Tattoos: Warnung vor Allergien


Bei Henna handelt es sich um ein Pulver aus den Blättern des Cyperstrauchs (Lawsonia inermis), der unter anderem in Indien, Afrika und auf Sri Lanka heimisch ist. Der Farbstoff wird in Haarfarben eingesetzt. Für die kosmetische Anwendung auf der Haut ist er in Europa nicht zugelassen. Für Henna selbst ist keine sensibilisierende Wirkung nachgewiesen. Allergische Reaktionen nach Anwendung von Henna werden meist durch para-Phenylendiamin ausgelöst, das der orangegelben Hennafarbe zum Abdunkeln und zur Farbintensivierung zugesetzt wird.

Para-Phenylendiamin hat eine stark sensibilisierende Wirkung und kann bei erneutem Kontakt folgenschwere Dermatosen auslösen. Personen, die einmal gegenüber PPD sensibilisiert sind, können lebenslänglich allergisch auf den Stoff oder auf Farben mit ähnlicher chemischer Struktur reagieren. Sie müssen Produkte meiden, die diese Substanz enthalten. Das ist gar nicht so einfach, weil para-Phenylendiamin außer in Haarfarben auch als Bestandteil von Farbstoffen in dunklen Lederwaren und dunklen Textilien vorkommen kann, in denen es ebenfalls eingesetzt wird.
http://www.medizinauskunft.de/artike...a_allergie.php


Besonders die Informationen über die Haarfärbemittel haben mich eigentlich ganz schön erstaunt

Lg,

Rene
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  #4  
Alt 30.10.2009, 08:51
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Standard AW: Haare färben - welche ist weniger schädlich?

Hallo Rene,

das ist ja schon krass! Ich hab sowas irgendwie geahnt. Auch meine Hausarzt hat mal gesagt, dass Haarfarbe ja nicht nur auf den Haaren bleibt sondern durch die Haut in den Körper gelangt. Aber dass es solche Auswirkungen haben kann, hätte ich nicht gedacht.
Aber was machen?? Ich will ja nicht mit grauen Haaren rumlaufen, vor allem bei meinen langen Haaren sieht das nicht so toll aus
Ich denke da tun sich Männer leichter

Auf alle Fälle Danke für die umfassende Info

LG Malu
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  #5  
Alt 30.10.2009, 14:56
Benutzerbild von Rene
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Standard AW: Haare färben - welche ist weniger schädlich?

Hallo Malu,

das ist tatsächlich keine einfache Frage. Habe in Reformhäusern schon mal so pflanzliche Haarfärbemittel gesehen und denke, dass die frei sein sollten von den genannten problematischen Substanzen. Allerdings sagt man diesen leider wiederum nach, dass sie nicht ganz so effektiv abdecken.
Einen Testbericht einiger solcher Produkte gibt es auf Ökotest (dieser ist online leider nicht vollständig kostenfrei abrufbar):
http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi...7;bernr=10;co=

Hast du denn bereits solche Pflanzenfarben ausprobiert?

Denke außerdem, dass man ab einem gewissen Zeitpunkt durchaus graue Haare zeigen darf - gehört ja schließlich zu einem Prozess, dem sich kein menschliches Wesen entziehen kann Ich kann allerdings auch verstehen, dass das vielen Leuten nicht so gefällt. Fürchte mich eigentlich (noch ) nicht vor grauen Haaren, bin allerdings in einem Alter in dem ich sehr wahrscheinlich erst in einigen, vielen Jahren damit konfrontiert sein werde. Kann daher nicht richtig beurteilen, ob man sich da als Mann, mal abgesehen von der Haarlänge, wirklich leichter tut. Es gibt schließlich auch Männer, die ihre grauen Haare mit Färbemitteln überdecken.

Jedenfalls weitere Infos zum Thema Haarfärbemittel findest du u.a. hier:
http://www.allum.de/noxe/haarfaerbemittel.html
http://images.umweltberatung.at/htm/...l-diverses.pdf

Lg,

Rene
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  #6  
Alt 30.10.2009, 18:01
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Standard AW: Haare färben - welche ist weniger schädlich?

Hallo Rene,

danke für deine Recherchen.
Bisher habe ich noch keine pflanzlichen Färbemittel ausprobiert, aber ich habe mich inzwischen auch etwas umgehört und von einem Frisör in unserer Stadt gehört, der scheinbar verträglichere Mittel verwendet. Was das genau ist, weiß ich auch noch nicht, aber ích werde mich mal beraten lassen.
Das mit den grauen Haaren ist so ne Sache weißt, wenn man so jung wie du ist braucht man sich um sowas keine Sorgen machen;-)
Aber ich arbeite als Modemodel so ab und zu und da muß ich halt auch ein wenig drauf achten wie ich aussehe;-) Und mit grauen Haaren sieht man halt gleich ein paar Jährchen älter aus;-) und dazu stehen ist wohl auch so ein Prozess der Zeit braucht und ich könnte mich so einfach nicht wohlfühlen..... im Moment zumindest nicht, vielleicht später wenn ich mal alt bin, dann kann ich als "Streifenhörnchen" rumlaufen;-)))
Wie gesagt, bei Männern sieht grau immer interessant aus, bei Frauen alt, das ist einfach so
LG
und schönes Wochenende
MaLu
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