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#1
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Hi,
habe mir gedacht, ein Thread zu spannenden Neuigkeiten aus Wissenschaft, Medizin und Gesundheit ganz allgemein wäre ja vielleicht ganz nett. Eventuell wird dieser Thread ähnlich interessant, wie der nunmehr eher verlassene (weil Input fehlt) alte: Brauchbares aus dem Medizinstudium lg, Christian.
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"May you live all the days of your life." -Jonathan Swift Geändert von ChristianK (09.09.2012 um 14:38 Uhr) |
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#2
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Fange also gleich mal mit einer Topstory aus der HNO Science des letzten Monats an.
Dabei geht es um die Wiederherstellung des Hörorgans, bei Knockoutmäusen (diesen Tieren werden genetisch sozusagen gezielt Eigenschaften "weggenommen"). Mittels Gentherapie (http://de.wikipedia.org/wiki/Gentherapie) wurde diesen Mäusen relevante Gene zugeführt und das Funktionen des Inneren Ohres wieder hergestellt. Zitat:
Akil O, Seal RP, Burke K, Wang C, Alemi A, During M, Edwards RH, Lustig LR. Neuron. 2012 Jul 26; 75(2):283-93 Hier noch ein comment aus der Scientific Community dazu: Zitat:
Faculty of 1000. lg, Christian.
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"May you live all the days of your life." -Jonathan Swift |
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#3
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Ein Plädoyer für mehr harte Endpunkte in der Forschung...
Unten angefügte, ganz aktuelle Studien, zeigen wieder, dass in der (klinischen) Forschung immer wieder darauf vergessen wird (oder wohl auch aus anderen organisatorisch / taktischen Gründen) zumindest bei Interventionsstudien wirklich kritische/harte Endpunkte in Studien zum Einsatz kommen sollten. Das Betrifft jedenfalls die Sterblichkeits- (Mortalitäts) und Krankheits (Morbiditäts) Zahlen, wie auch in vielen Krankheiten die Lebensqualität (neuerdings in QUALYs = quality adjusted live years gemessen). Betriebene Labor-, EKG, etc. -Kosmetik in Klinik, wie auch in Studien, resultieren nicht so selten in einem gewissen Crash, wenn sich jemand das Langzeitoutcome und eben sehr wesentliche Endpunkte ansieht. (zB Konnte durch eine Therapie und zB Labor-Blutfettsenkung tatsächlich die Überlebenszeit, Ereignisse (zB Herzinfarkte/Schlaganfälle) Erkrankungsfortschreiten, oder Komplikationsraten reduzieren.) Das erste Cochrane Review zeigt: Das scheinbar eine Blutdrucksenkung (bei mittelgradigem Bluthochdruck) von < 5 Jahren, nichts wesentlich an der Sterblichkeit und (Herz)Infarktwahrscheinlichkeit ändert. Dabei sollte wahrscheinlich von Arzt als auch Patienten bei bestehender Indikation aber auch nicht auf die Einnahmecompliance der vorgeschlagenen Therapie vergessen werden. Zitat:
Die nächste Studie zeigt, dass man durchaus weiter denken, diskutieren sollte, wie das jetzt genau mit der Ernährung und der Lebensverlängerung sein kann. Obwohl sie in direktem widerspruch zu einer ähnlichen Studie steht und die Diskussion hier sehr elaboriert geführt wird. Jedenfalls haben sich in beiden Studien die Forschergruppen den riesen Aufwand angetan und in einer Langzeitstudie auch die "harten Endpunkte" angesehen: Zitat:
Was meint ihr dazu? lg, Christian.
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"May you live all the days of your life." -Jonathan Swift |
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#4
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Lieber Christian, ich freue mich ja für dich, dass du dich so für ein Thema begeistern kannst, aber ich hab´s leider nicht kapiert
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#5
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@ rose, steht doch eh alles oben: harte endpunkte studieren (tod, etc.) statt laborkosmetik und später draufkommen, dass man an der sterblichkeit defakto nicht viel/nichts geändert hat.
aber dazu sind in manchen unikliniken die systeme zu kurz gedacht, als das viele leute/wissenschafter/ärzte sich für dekaden follow-up studien engagieren wollen... lg, c.
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"May you live all the days of your life." -Jonathan Swift |
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#6
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ach, die arbeit ist zu cool um nicht auch in dieser sammlung zu landen:
geposted von syndromeda anderswo (Pockenvirus tötet Tumorzellen mit chirurgischer Präzision) Zitat:
Zitat:
warum landet sowas nicht in nature/science? lg, christian.
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"May you live all the days of your life." -Jonathan Swift |
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#7
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Zitat:
aktuelle ausgabe: 4/12 Der Leitartikel: "Adrenalin bei der kardiopulmonalen Reanimation: Wie lange noch?" http://www.medicom.cc/medicom-at/inh...eanimation.php Zu dem angesprochenen Thema, welche Endpunkte in Studien untersucht werden sollten. Adrenalin war und ist in der Reanimation ein Medikament mit wichtigem Stellenwert, weil es über Jahre die spontane Zirkulation unter Reanimation häufiger geholfen hat wiederherzustellen als ohne. Jetzt sieht man sich zunehmend die Outcomedaten an, wie es nach erfolgreicher Krankenhauseinlieferung und Weiterbehandlung aussieht. Scheinbar nicht so optimal, für Personen die mit Adrenalin wiederbelebt wurden. Wie im untenstehenden Artikel diskutiert, gibt es da noch viel zu forschen, aber ist schon ein Hinweis darauf, dass man sich überlegen muss, auf welche Outcomedaten/Endpunkte man in Studien schauen sollte. Auch wenns mühsam ist: Zitat:
http://www.medicom.cc/medicom-at/inh...eanimation.php lg, Christian.
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