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#1
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Wir hatten es vorhin beim Abendessen davon, wie schnell Läuse übertragen werden. Hintergrund ist folgender: In der Schule unserer Kleinen gehen immer wieder Läuse um. Zum Glück waren wir noch nicht betroffen aber beunruhigend ist es schon und ist jedesmal eine lästige Angelegenheit
![]() Was wir mittlerweile mitbekommen haben ist, dass es mit Hygiene nichts zu tun hat, und man regelmässig die Lausuntersuchung (Nissensuchen) durchführen soll. Nun fragen wir uns aber, wie schnell eigentlich die Läuse wandern. Reicht da eine kurze Umarmung - oder muss es mehr sein (richtiges Strubbeln). Was ist mit den Jacken, die immer so beisammen hängen? Danke für euere Antworten! |
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#2
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Ich kann verstehen, wenn man sich bei dem Thema nicht direkt outen will - aber vielleicht weiss man ja sowas von einem Bekannten
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#3
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Moin Moin Sindbad,
ich bin heute zum 1. Mal hier im Forum und antworte dir sogleich. Es stimmt schon, manch einer mag sich nicht outen, Läuse sind ja so peinlich!!! Aber niemand ist gefeit, denn das Wichtigste vorweg: Kopflausbefall hat nicht direkt mit der persönlichen Hygiene zu tun. Läuse fühlen sich auch auf sauberen Köpfen wohl; unabhängig von Rasse und Geschlecht. Sie verbreiten sich hauptsächlich durch direkten Kopf zu Kopf Kontakt; springen oder fliegen können sie nicht. Eine Ansteckung durch Haustiere ist nicht möglich. Weiß der Geier wieso, aber Kopfläuse gehören wie die Kinderkrankheiten vom Kindergartenalter bis ca. 7. / 8. Klasse, einfach dazu. Ehe ich viel schreibe, empfehle ich dir die Seite Kopflaus-Wikipedia.de Sie ist sehr informativ und gut verständlich gestaltet. Wir haben im Jugendgesundheitsdienst diese Seite zur Information empfohlen, weil das Thema nunmal sehr umfassend ist, und leider steht uns nicht so viel Zeit zur Verfügung, um während der Sprechzeit ausführlich darauf eingehen zu können. Ein wichtiger Tipp, auch wenn das Kind Läuse hat, trotz allem nie das "in den Arm nehmen" vergessen, sondern gezielt handeln ist angesagt ( Bekämpfung durch Läusekamm, Shampoos, in der Apotheke erhältliche medizinische Produkte etc.). Wir haben leider oft Kindertränen weggeputzt, "weil keiner hat mich lieb, keiner nimmt mich mehr in den Arm" mehr "Schaden" angerichtet hat, als die Kopflaus selbst. Auch wenn die Kinder noch so jung sind, man kann super erklären und mithelfen lassen, was und warum jetzt dieses oder jenes getan werden muss. Ich spreche aus eigener Erfahrung , meine Tochter hatte damals (jetzt ist sie 19) recht lange, glatte, dunkle Haare ............ man kam da Freude auf!!!!!! Sie belam die Verantwortung für ihre Stofftiere und hockte vor der Waschmaschine, um ja zu sehen, wie die Läuse "ertranken". So haben wir das Problem mit einem Lächeln gebacken bekommen. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen? LG Marenamay |
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#4
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Hallo Marenamay,
ich hatte schon befürchtet, dass das Thema zu unangenehm ist - danke dir. Ja, ich glaube der psychologische Faktor ist nicht zu unterschätzen. Deine Ausführung hört sich jetzt eher so an, als wären meine Bedenken mit dem von Jacke zu Jacke kabbeln überzogen. ist auf jeden Fall mal beruhigend. Wie war das denn, konntet ihr die Läuse mit einem "Aufwasch" loswerden, oder kam das immer nochmal wieder auf? danke dir, sindbad |
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#5
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Hallo Sindbad,
es ist leider so, dass das Thema "Kopfläuse" rote Köpfe und Panik auslöst, wenn man selbiges ins Gespräch bringt, dabei gehört es einfach in diesem Alter "dazu". An dem "warum das so ist" haben sich schon viele die Zähne ausgebissen, man muss eben das Beste daraus machen ...und.... viel Geduld haben, denn nur eine übersehene Nisse bringt das Ganze wieder ins Rollen. Also faßt euch in Geduld und rechnet mit guten 14 Tagen in denen immer wieder durch kämmen der nassen Haare mit dem Nissenkamm überprüft wird, ob die Behandlung Erfolg hatte. Nicht vergessen: Alle Familienmitglieder bzw. alle Personen mit engem Kontakt müssen gründlich untersucht und ggf. zeitgleich behandelt werden, daher sollten die Eltern von Spielkameraden über den Kopflausbefall unbedingt informiert werden. Wir haben damals leider 2 "Durchgänge" gebraucht, bis alles wieder im Lot war. In der Vorschule wurde nicht so darauf geachtet, das keine Mützen getauscht wurden. Also habe ich Mütze und Schal (begehrte Spielobjekte) nie dagelassen. Es geht doch heut zu tage mit Behandlung und den nötigen Massnahmen viel humaner zu. Wenn ich an die Geschichten meiner Großmutter und Urgroßmutter denke, dann läuft es mir kalt den Rücken runter. Damals ist man sehr radikal vorgegangen!!!! Aber die Zeiten sind vorbei. Und so hoffe ich für euch, das ihr es bald überstanden habt. Lieben Gruß Marenamay |
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#6
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Ich finde das Thema an sich nicht peinlich - heute ist ja bekannt, dass es nicht an mangelnder Sauberkeit/Hygiene liegt, wenn Kinder (oder auch Erwachsene) Läuse haben.
Allerdings kann ich zum Thema (zum Glück) keine Erfahrungswerte beitragen. |
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#7
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Zum Thema Kopfläuse darf ich folgendes sagen: Jeder Mensch kann sich Kopfläuse fangen ( im Gegensatz zu Filzläusen ), es hat ,wie bereits richtig gesagt, nichts mit Sauberkeit oder sozialer Stellung zu tun. – Die Kopflaus wird überwiegend durch Kleidung, Kopfbedeckung, Spielzeug, Bettzeug usw. übertragen. Der Übertragungsweg ist folgendermaßen: Die Kopflaus nimmt normalerweise ca. alle 2 Stunden Nahrung auf, dazu braucht sie menschliches Blut, sie wandert also auf der Suche nach Verpflegung von einem Kleidungsstück zum anderen bis sie das Ziel erreicht hat. Der Zeitraum der Nahrungssuche verlängert sich je kälter es ist, deshalb kann eine Kopflaus in der Tiefkühltruhe einige Jahre überleben und sobald es wieder warm wird ist, fängt sie wieder an Nahrung zu suchen und je wärmer es ist um so geringer ist der Abstand der Nahrungsaufnahme. Kontaminierte Kleidung, Spielzeug, Spielzeug, Wäsche usw. sollte man in Kunststoffsäcke oder Tüten stecken und in einem Wärmeschrank oder an die warme Heizung stellen. Bei einer Wärmezeit von 48 Std. bei 25 Grad kann davon ausgegangen werden dass die Läuse nicht mehr leben (sie sind verhungert), die Gegenstände sollten bis zu 8 Tagen in den Behältnissen bleiben bis die Nissen geschlüpft sind und als kleine Läuse auf Nahrungssuche gehen, dann sollte nochmals 48 Std. gewärmt werden und das Problem ist gelöst ( Wäsche in der Waschmaschine zu waschen bringt meistens keinen Erfolg ). Die Tiere auf den Köpfen der Menschen sind durch gute Mittel ( eine Kopfwäsche im Abstand von 2 / 4 / und 8 Tagen mit Mitteln aus dem Fachhandel) ist völlig ausreichend. -- Fazit : Läuse kann man sich immer wieder und überall holen.--
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#8
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Zitat:
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#9
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@Aldie: nach dem, was du schreibst zu urteilen, dürfte es also nichts bringen, Kuscheltiere etc. einige Tage bei -15° in die Kühltruhe zu legen, so wie das oft empfohlen wird?
LG hanami |
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#10
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In der Schule geschieht die Übertragung von einem Kind zum anderen überwiegend durch nebeneinanderhängende Kleidung. -- In der Kühltruhe nehmen die Kopfläuse keine Nahrung auf und erfrieren können sie auch nicht. -- Es werden sicherlich oft Dinge erzählt ( auch von angeblichen Spezialisten ) die mit der Praxis im Alltag nicht übereinkommen. -- Ich bin in 24 Jahren meiner beruflichen Tätigkeit mit tausenden von Kopflausfällen konfrontiert worden und weiß wovon ich rede.
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