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#1
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Hallo,
bin zur Zeit wieder mal etwas verunsichert und vielleicht kann mir (w. 50 J.) jemand einen Rat geben. Wie ich oben schon geschrieben habe, habe ich seit Jahren diese Urinbefunde (erstmals aufgetreten vor ca. 8-10 Jahren nach einmalig blutigem Urin) und hatte mich eigenltich schon damit abgefunden, da ich keine Beschwerden beim Wasserlassen habe. Da meinem Gyn auffiel, dass jede abgegebene Urinprobe nicht i.O. war, wurde ich zum Urologen geschickt ...... ich hatte natürlich Panik vor der Untersuchung und Angst vor dem Ergbebnis, das war im Jan.07. Der Urologe schrieb dann in seinen Befund Mikrohämaturie (nephrologische Abklärung erforderlich), i.v.P, Sono, Blasenspiegelung, Blutuntersuchung waren ok nur im Urin (Katheter) war der Befund wie immer. Natürlich habe ich mir nicht sofort einen Termin vereinbart. Als aber dann im Mai 08 plötzlich mein Creatinin leicht erhöht war und mein Blutdruck anstieg vereinbarte ich mir einen Termin. Zuerst vermutet der Nepohrologe eine IgA-Nephritis oder eine dünne Basalmembran. Nach einer mikroskopischen Urinuntersuchung (bei der keine Ery's zu finden waren) vermutete der Nephrologe zwar eine intravasale Hämolyse, die bestätigte sich aber bei den Laborwerten nicht. Blutbild (außer Leukozytose u. Thrombozytose), Retikulozyten, LDH, Haptoglobin, Ferritin, ANCA, ENA, ds-DNS, C3+4, Cystatin C, freies Hb im Serum u. Urin, Myoglobin im Serum u. Urin, Albumin + Bence-Jones-Proteine im 24-Std.-Urin waren in der Norm. Creatinin u. GFR waren nur vorübergehend leicht pathologisch. Außer der Norm waren: BKS, Leukozyten, ANA 1:400, HLAB-27 positiv. Zu mir sagte er es wäre einfach nur rätselhaft. In seinen Bericht schrieb er Hämoglobinurie unklarer Genese. Zur gleichen Zeit etwa hatte ich immer wieder mit Divertikultis zu tun, was dann im Okt.08 mit einer Sigmaresektion endete. Nach der OP hatte ich lange Zeit Probleme mit starken Durchfällen und im Mai 09 hatte ich dann noch eine inf. Colitis durch Pseudomonas aeruginosa. Eine Aklärung duch ÖGD und Coloskopie fand dann im Juli 09 statt mit dem Ergebnis: Refluxösophagitis, kl. axiale Hiatushernie, HP-Gastritis, Divertikulose im Restkolon. In dieser ganzen Zeit war ich ständig müde und nicht leistungsfähig, was mich sehr einschränkte. Da dann meine Darmprpobleme seit Aug.09 immer weniger wurden, aber sich mein Allgemeinbefinden nicht besserte, dachte ich dass die Ursache nur bei meiner Autoimmunthyreoiditis liegen könnte und war deshalb beim Endokrinologen. Der meinte aber dann dass es an der SD (TSH supprimiert) nicht liegen könnte, und evtl. eine Vaskulitis vorliegen könnte (habe auch teilweise leichte Gelenkbeschwerden) und ich zur Abklärung zum Rheumatologen gehen sollte. Den Termin beim Rheumatologen hatte ich jetzt vor Weihnachten. Der meinte dann dass es schwierig wäre eine Vaskulits zu diagnostizieren. Er stellte eine netzförmige Hautveränderung an den Oberschenkeln bei der körperlichen Untersuchung fest. Er machte einen Ultraschall vom Herz und nahm Blut ab. Ich soll mich dann Anfang Januar nochmal melden. Kann das alles zusammenhängen? Wie kann man eigentlich feststellen ob es wirklich Hämoglobin (habe keine Anämie, keinen verfärbten Urin) ist und wo es herkommt? Ich denke immer noch, dass es mir deutlich schlechter ginge wenn es eine schwerwiegende Erkrankungen wäre. Vielen Dank jetzt schon mal für's durchlesen und für alle Antworten. LG drachenfrau |
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#2
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Hallo drachenfrau,
zum Hämoglobin: dieses ist ein Bestandteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und wird bei einer vermehrten Zerstörung dieser innerhalb der Blutgefäße (-> sog. intravasale Hämolyse, kann verschiedene Ursachen haben z.B. durch Autoantikörper) mit dem Urin ausgeschieden. Da dein Nephrologe ja in der mikroskopischen Urinuntersuchung keine Erys finden konnte, hat er eine solche intravasale Hämolyse angenommen. Aufgrund der Tatsache, dass laut diesem die Laborwerte jedoch dagegen sprechen (bzw. gesprochen haben), bin ich auch etwas verwundert. Die Frage woher das Hämoglobin im Urin kommt ist ja bei dir trotz umfangreicher Abklärung offen (daher auch Hämoglobinurie unklarer Genese).Ob und wenn ja wie deine Symptome/Befunde miteinander verknüpft sind, wird dir am besten dein Rheumatologe sagen können, dazu braucht es schon einen Spezialisten. Ich würde also erstmal die Untersuchungsergebnisse bei diesem abwarten. Ich würde mich freuen, wenn du uns dann berichtest, was dabei herausgekommen ist. lg, Rene |
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#3
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Hallo Rene,
danke für deine Antwort. Zitat:
LG drachenfrau |
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#4
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Hallo nochmals,
ich drücke dir jedenfalls die Daumen und hoffe das Allerbeste für dich! Alles Gute und lg, Rene |
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#5
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Hast Du es mal mit einer homöopathischen Behandlung versucht? Könnte Dir wirklich helfen.
Am besten suchst Du Dir einen guten homöopathischen Arzt oder Heilpraktiker, der nach der klassischen Methode arbeitet. Liebe Grüße |
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#6
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Hallo Prxis,
Zitat:
![]() LG drachenfrau |
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#7
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Ich finde nicht, dass es viele Scharlatane gibt. Nicht mehr oder als in anderen Bereichen auch. Ich persönlich würde mich nur einem HP anvertrauen, der mit klassischer Homöopathie arbeitet und dem ich vertrauen kann. Und das muss man ausprobieren und seinem Gefühl vertrauen.
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#8
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Hallo drachenfrau,
würde mich brennend interessieren, was es denn an dieser Stelle an Neuigkeiten gibt! Was haben deine Befunde beim Rheumatologen ergeben? Haben sich dein Allgemeinbefinden und deine Gelenkbeschwerden mittlerweile gebessert? lg, Rene |
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#9
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Hallo Rene,
Zitat:
Die Blutwerte waren gut und wegen der Urinwerte hat er gemeint, dass ich wohl einen Infekt hätte . Eine Blasenentzündung kann aber eigentlich nicht vorliegen, da ich die Befunde ja immer habe und auch keine Beschwerden (Harndrang, brennen) vorhanden sind. Als er mich nach meiner Trinkmenge (1,5 - 2 l) fragte, meinte er ich sollte mindestens 2,5 l trinken. Zu letzt sagte er dann noch, dass ich die Hautveränderung an den Oberschenkeln beobachten und mich wieder melden sollte, falls eine Verschlechterung eintritt. Ach ja .... und die ANA war ++, ein genauer Wert wurde nicht angegeben. Die anderen Werte waren i.O.: AK g. DS-DNS: negativ C3-Komplement: 1,45 (RW: 0,9-1,8) C4-Komplement: 0,258 (RW: 0,1-0,4) ENA-Screening: negativ c-ANCA: negativ p-ANCA: negativ Ferritin: 23,6 (RW: 4,5-260) Urinstatus: ph: 6,5 Leukozyten: negativ Nitrit: negativ Keton: negativ Urobilinogen: <1 Bilirubin: negativ Erythrozyten/Hämoglobin: 150 ! RW: negativ Glucose: <50 spez.Gewicht: 1,001 g/cm3 ! RW: 1,012-1,040// Sediment: Leukozyten: 1 /Ges.feld RW: <5 Erythrozyten: 3 !/Ges.feld RW: <2 (Die geringe Stabilität zellulärer Bestandteile im Urin ist zu brücksichtigen!) Epithelien: 3 /Ges.feld RW: <15 Bakterien: + ! RW: negativ Urinkultur: Hemmstofftest: negativ Grampräparat: Epithelien vereinzelt, grammpositive Kokken vereinzelt Kultur aerob: kein Wachstum von pathogenen Keimen Im Arztbrief stand bei Befund: Livedo racemosa an den Oberschenkeln. Stell dir vor er hat leises Systolikum beim Untersuchungsbefund geschrieben, aber das Echo das er gemacht hat war i.O.Meine Müdigkeit ist nicht wirklich besser geworden und zur Zeit habe ich auch noch einen Druck auf dem Brustbein (das hatte ich letztes Jahr auch schon mal eine Zeitlang) und ich fühle mich nach wie vor nicht leistungsfähig. Die Gelenkbeschwerden wechseln immer wieder mal oder sind auch mal ganz weg, das ist eigentlich auch so wie bisher. Ich fahre morgen für 5 Tage zum Skifahren in die Schweiz bin mal gespannt wie sich das dann auf 3000 m verhält. LG drachenfrau Geändert von drachenfrau (23.01.2010 um 19:34 Uhr) |
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#10
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Hallo drachenfrau,
vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Bezüglich deiner Urinwerte kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, weshalb dein Rheumatologe als Ursache (insbesondere für die Erythrozyten) trotz fehlender Beschwerden einen (Harnwegs-)Infekt vermutet. Es gibt zwar eine sog. asymptomatische Bakteriurie (d.h. Ausscheidung von Bakterien im Harn ohne klinische Zeichen eines Harnwegsinfekts), doch ist mir nicht bekannt, dass diese auch mit der Ausscheidung von Erys im Urin einhergeht (und übrigens auch in keinem meiner Lehrbücher erwähnt). Auf dem komplexen Gebiet der Rheumatologie kann ich bisher vorwiegend mit "Lehrbuchwissen" aufwarten: ANA (als Abkürzung für antinukleäre Antikörper) sind Autoantikörper die gegen Zellkernbestandteile (z.B. DNA, Nucleolus-RNA, Ribonukloeproteine, Histone) gerichtet sind und zu Störungen der Kern- und Zellfunktion führen können. Diese haben differential-diagnostische Bedeutung (d.h. sie helfen bei der Unterscheidung) bei Kollagenosen und Autoimmunkrankheiten. Allerdings treten auch bei ca. 5-10% der Gesunden ANA nach dem 60 Lebensjahr auf! Quelle: Pschyrembel Laut einem meiner Skripten können ANA übrigens auch bei Schilddrüsenentzündungen (Hashimoto-Thyreoiditis) vorkommen - hier könnte in deinem Fall also möglicherweise ein Zusammenhang mit deiner Autoimmunthyreoiditis bestehen. Zu der bei dir diagnostizierten Livedo racemosa findest du beispielsweise unter folgendem Link ein paar Informationen: http://www.dermis.net/dermisroot/de/42784/diagnose.htm Von dem leisen Systolikum würde ich mich nicht beunruhigen lassen, wenn (wie du sagst) das Echo in Ordnung war - damit lassen sich nämlich die Funktion der einzelnen Herzklappen, die Pumpfunktion und die Größe der einzelnen Herzkammern gut beurteilen. Hast du denn das Druckgefühl über dem Brustbein schon mal einem Arzt geschildert bzw. abklären lassen? Nimmt es bei Belastung zu? - dies könnte ein Hinweis auf eine Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff, meist aufgrund einer Verengung der Herzkranzgefäße sein. Wünsche dir einen schönen Schi-Urlaub! lg, Rene |
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