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  #1  
Alt 04.04.2012, 20:24
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Syndromeda ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard Medizinische Versorgung für Frauen

Neulich habe ich einen neuen Laden in der Fußgägngerzone entdeckt.
"Anima - medizinische Versorgung für Frauen"
Was sagt uns das über die Entwicklung unserer Gesellschaft?

Warum ist es weder eine Apotheke noch ein Sani-Geschäft?
Warum wollen die Frauen nicht mehr mit den Männern in den selbem Gesundheitstopf gestopft werden?

Gibt es bald auch "Virilius - der Laden für den gesunden Mann"?
Angehängte Grafiken
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  #2  
Alt 05.04.2012, 15:23
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Rose1963 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Medizinische Versorgung für Frauen

Was gibt es denn da zu kaufen? Hast du dich zufällig reingetraut?
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  #3  
Alt 05.04.2012, 21:07
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Standard AW: Medizinische Versorgung für Frauen

Es gab viel so sanitär-kram wie Einlagen und so was.
ABer es geht nicht nur um die Waren, die haben natürlich auch eine Philosophie!
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  #4  
Alt 06.04.2012, 12:52
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Rose1963 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Medizinische Versorgung für Frauen

Das Konzept find ich eigentlich toll, aber es gibt sicher sehr viele Männer, die dergleichen auch bedürfen.
Aber es gibt halt Themen, da ist viel Schamgefühl zu überwinden (z.B. Inkontinenz) und da versuchen die halt, auf den Zug aufzuspringen.
Wenn ich den Bedarf für so eine Dienstleistung hätte, würde ich mir den Laden sicher mal angucken, aber das Sanitätshaus ein paar Straßen weiter wäre eine Alternative.
Die "Philosophie" des Ladens sagt mir übrigens nahezu garnix. Finde ich nicht sehr aussagekräftig.
LG Rose
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  #5  
Alt 06.04.2012, 20:48
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Standard AW: Medizinische Versorgung für Frauen

Ich glaube Männer haben was Gesundheit angeht ein niedrigeeres Schamgefühl. Muss halt wieder zum laufen gebracht werden, der Körper...
Deshalb brauchen die auch keinen solchen Laden.
Aber Schamgefühl ist ANTRAINIERT!!!
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  #6  
Alt 07.04.2012, 10:48
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Standard AW: Medizinische Versorgung für Frauen

Meinst du, das trifft auch auf z.B. Männer mit Harn- und/oder Stuhlinkontinenz zu?
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  #7  
Alt 15.08.2012, 08:09
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Standard AW: Medizinische Versorgung für Frauen

Bei uns auf der Uni (aber auch zB am Karolinska in Stockholm) gibt es sogar eine Professur für Gender Medicine. Ein wenig was anderes, als hier, aber ich denke, dass ist schon mal ein cooles Forschungsfeld, sich den Unterschieden von Männlein und Weiblein was Physiologie, Medikamentenverstoffwechslung, Pathologie, etc. zu widmen:

Zitat:
"Mission Statement

Der interdisziplinäre, wissenschaftliche Zugang der Gender Medicine erforscht biologische und psychosoziale Unterschiede zwischen Männern und Frauen, die sowohl das Gesundheitsbewußtsein als auch die Entstehung und Wahrnehmung von, wie auch den Umgang mit Krankheiten betreffen („bio-psycho-soziales Modell“).Die geschlechtsabhängigen Unterschiede sind teilweise augenfällig, teilweise subtil und in vielen Bereichen noch wenig bekannt. Klinisch relevante neue Kenntnisse sollen in die klinische Praxis Einzug finden und zu einer männer- bzw. frauengerechten optimierten Behandlung führen."
http://www.meduniwien.ac.at/orgs/index.php?id=1691

lg,

Christian.
__________________
"May you live all the days of your life."
-Jonathan Swift
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  #8  
Alt 15.08.2012, 18:31
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Standard AW: Medizinische Versorgung für Frauen

Ja, hier was, das sicher ein alter Hut ist, aber sehr gut zeigt, warum man diese Fachrichtung unbedingt braucht.
Zitat:
HerzinfarktFrauenherzen schlagen anders
Mittwoch, 07.05.2008, 13:59

DAK/Schläger Mediziner erkennen oft nicht, wenn eine Patientin einen Herzinfarkt hat
Der weibliche Herzinfarkt stellt Mediziner vor Rätsel. Selbst Diagnosegeräte können oft keine typischen Symptome für einen Infarkt nachweisen.
Die Fakten sind bekannt: Frauen haben nach einem Herzinfarkt schlechtere Chancen als Männer. Sie werden später und weniger aufwendig behandelt. Dadurch überleben sie das Ereignis auch seltener. Mit Geringschätzung hat das allerdings nichts zu tun. Wenn Frauenherzen versagen, äußert sich das oft auf so untypische Art, dass auch erfahrene Mediziner keinen Infarkt vermuten. Selbst die scheinbar untrügliche Gerätemedizin kapituliert vor dem weiblichen Herzen – das hat eine internationale Studie unter der Leitung von Wissenschaftlern der Universität Michigan in Ann Arbor nachgewiesen.

Untersuchung findet keine verstopften Herzkranzgefäße

Eine Kardioangiografie, also die bildliche Darstellung der Herzkranzgefäße, ergab für Infarktpatientinnen doppelt so oft unauffällige bis schwache Befunde als für Männer. Kein einziges ihrer Gefäße war zu mehr als der Hälfte verstopft. Solche Blockaden gelten als eine der Hauptursachen für den akuten Infarkt. Dieses Ergebnis trägt nach Ansicht von Studienleiter Kim Eagle viel zur Fehlbeurteilung des weiblichen Herzinfarkts und damit zum schlechteren Ausgang dieses Ereignisses für sie.

Die Studienergebnisse basieren auf den Daten von mehr als 25 000 Frauen und Männern aus 14 Staaten, die zwischen 1999 und 2006 einen Herzinfarkt erlitten oder bei denen der Verdacht eines Infarkts bestand.

Weniger Medikamente und OPs als für Männer

Die Studie wies auch nach, dass Ärzte Frauen mit gleichem Krankheitsbild seltener Betablocker, Statine oder ACE-Hemmer verordnen als Männern. Diese Medikamente sollen verhindern, dass sich ein Herzinfarkt wiederholt. Außerdem werden Frauen seltener am Herzen operiert. Selbst wenn Mediziner verstopfte Gefäße diagnostiziert haben, erhalten weibliche Patienten weniger oft Stents oder andere gefäßerweiternde Maßnahmen. Sechs Monate nach einem Infarkt oder einer Angina pectoris waren mehr Frauen gestorben als Männer, oder haben einen zweiten Herzanfall oder Schlaganfall erlitten.

Übelkeit statt Schmerzen in der Brust

Ein weiteres Ergebnis der internationalen Studie zeigte, dass Brustschmerzen für Männer wie Frauen das deutlichste Symptom eines Herzinfarkts darstellen. 94 Prozent der Männer und 92 Prozent der Frauen verspürten sie vor dem Zwischenfall. Frauen ohne Brustbeschwerden klagten allerdings häufig über ausgesprochen atypische Symptome wie Übelkeit oder Kieferschmerzen.

Die Studie hat nach Angaben ihrer Autoren gezeigt, dass trotz vieler Fortschritte in der Behandlung von Frauen mit Herzproblemen noch viel zu tun ist. Frauen und auch die behandelnden Ärzte sollten lernen, besser auf atypische Symptome zu achten. Die wissenschaftliche Forschung muss ebenfalls offene Fragen klären: „Wir müssen herausfinden, ob und warum Frauen vor einem Herzinfarkt ‚unsichtbare’ Gefäßblockaden haben, die Diagnosegeräte nicht erkennen“, sagt Studienleiter Kim Eagle.
Die Studie ist in der Fachzeitshrift „Heart“ erschienen.
...
Herzinfarkt: Frauenherzen schlagen anders - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/gesundheit/ratge...id_300181.html
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  #9  
Alt 27.09.2012, 12:41
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florawelke ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Medizinische Versorgung für Frauen

Ja Inkontinenz ob bei Mann oder Frau ist einfach ein leidiges Thema das meist lieber verdrängt wird als darauf einzugehen. Ich bin letztens erst im Internet auf dieses Portal gestoßen für Menschen die an Blasenschwäche & Inkontinenz leiden. Dort findest du Selbsttests Beckenbodenübungen & Anlaufstellen. Die ganzen Sachen eben die einen das Leben mit der Krankheit etwas erleichtern sollen. Vielleicht hilft dem einen oder anderen ja der Link.

http://www.blase-ok.de/
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  #10  
Alt 27.09.2012, 22:49
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Rose1963 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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Ja, Inkontinenz ist echt für viele ein schwieriges Thema. Ich würde sogar behaupten, dass Harninkontinenz bei Männern noch viel mehr nur hinter der Hand diskutiert wird. Dabei kann man auch hier sehr gut helfen.
LG Rose
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