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esando Gesundheitsforum
> Heuschnupfen - wenn die Pollen fliegen |
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#1
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Hallo zusammen!
Heute traf ich meine Nachbarin und wir kamen ein bißchen ins Reden, vor allem über unsere Aktivitäten an diesem traumhaften Wochenende. Sie erzählte mir von einer Radltour, die sie zusammen mit ihrer Familie unternommen hatte. Es war alles wunderbar, das Erwachen der Natur, das Wetter, die Stimmung usw . Nur eines passte gar nicht, nämlich ihre Nase und ihre Augen . Sie mußte ständig niesen, aus ihrer Nase lief dauernd ein wässriges Sekret und die Augen tränten, was nicht vom Fahrtwind kam, wie sie beteuerte. Es wurde dann so schlimm, dass sie sich gar nicht mehr an der Frühlingslandschaft erfreuen konnte und sie wollte nur noch nach Hause. Dort legte sie sich erstmal auf die Couch zum Entspannen und allmählich ließ das ständige Niesen, Naselaufen und Augentränen nach. Was ist denn nur passiert, doch nicht etwa einen Anflug von Heuschnupfen? Das hatte sie doch noch nie! Aber es sollte sich bestätigen, denn sobald sie wieder vor die Haustüre ging und sich in der Nähe ihrer Haselnusshecke aufhielt, fingen die lästigen Symptome schon wieder an. Also doch Heuschnupfen? Was sollte sie denn jetzt machen? Zum Arzt gehen und sich eine Cortisonspritze abholen oder die ganze Zeit des schönen Frühlings in den gemauerten Wänden verbringen? Kennt ihr sowas? Habt ihr ein paar Ratschläge auf Lager? Wie die Sache weitergeht, werdet ihr erfahren! Ich freue mich auf eure zahlreichen Antworten! ![]() lg h. |
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#2
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hallo,
also ich habe meine gräserallergie seit meiner frühen jugend. das war in der zeit furchtbar lästig und viel stärker ausgeprägt als jetzt mit 31. damals habe ich auch den fehler gemacht. mein auge mit kamillentee zu spülen, in der hoffnung er würde auch das auge beruhigen und die antientzündliche wirkung helfen. heute weiss ich, dass die kamille hier wahrscheinlich gut wirken würde, die teeform jedoch wegen der physikalischen reizung durch die teeblattstückchen und die adstringierende wirkung (entzieht dem auge wasser) kontraproduktiv sind. heuer spüre ich noch gar nichts, aber warte jeden tag darauf, anfang mai isses dann wohl so weit und da helfe ich mir eigentlich immer mit den klassischen antihistaminika (desloratadin, etc) und clarinasd über die runden. cortison brauchts nie und sehe da auch für einen "durchschnittsallergiker" keinen bedarf. habe auch schon wieder überlegt eine hyposensibilisierung erneut zu starten, die habe ich damals aus jugendlichem leichtsinn abgebrochen ![]() lg, christian.
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"May you live all the days of your life." -Jonathan Swift |
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#3
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Hallo,
danke für deine Antwort und deinen Tipp! Schätze dich glücklich, dass du noch keine Anzeichen verspürst. ![]() Nachdem eine Allergie eine überschießende Reaktion des Immunsystems ist, sind prinzipiell Antihistaminika von der schulmedizinischen Seite wohl häufig das Mittel der Wahl, da sie immunsuppressiv wirken. Meines Erachtens kann man durchaus versuchen, das Immunsystem auf schonende Weise naturheilkundlich umzustimmen. Ich denke da speziell an eine Eigenblutbehandlung, gemischt mit einem homöopathischen Präparat. Meine Nachbarin jedenfalls hat sich für diesen Weg entschieden. Leider konnten wir noch nicht so ausfühlrich sprechen. Eine Desensibilisierung halte ich persönlich auch für problematisch, das sich erstens häufig Kreuzallergien bilden und zweitens die Allergie in der Regel nicht nur auf eines oder mehrere wenige Pollen beschränkt ist. Und dann bleibt immer noch die interessante Frage, warum sich eine Allergie überhaupt gegen an sich "harmlose" Pollen ausbildet! Soviel für heute, ![]() lg h. |
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#4
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Hi,
stimme Dir grossteils zu. Nur am Rande: Ganz so schlimm ist es mit den Antihistaminika auch wieder nicht. Die Mastzellstabilisatoren bewirken lediglich eine veringerte Ausschüttung von Histamin aus den Mastzellen. Die Antihistaminika per se, sind Antagonisten an den Histaminrezeptoren. Dementsprechend beeinflussen sie lediglich die "Histaminschiene" des Immunsystems und nicht die Immunzellen an und für sich. Also die Immunantwort auf wirklich pathogene Keime. Der Histaminrezeptorblock ist dementsprechend auch für die Hauptnebenwirkung (Müdigkeit) durch den Block der Histaminrezeptoren im Hirnstamm verantwortlich. Anders verhält sich das mit Cortison, das tatsächlich die Funktion des Immunsystems reguliert und damit supprimiert. Wie schon gesagt, Cortison halte ich für den Durchschnittsallergiker für nicht unbedingt notwendig und die damit "erkaufte" Immunsuppression sowieso nicht. Neben den anderen Nebenwirkungen (Mondgesicht, Knochendichte, etc.). Lediglich im anaphylaktischen Schock sollte auf Cortison (+ Antihistaminikum + Noradrenalin) nicht verzichtet werden. Könnte böse ausgehen... ![]() Schulmedizin hin oder her, die Antihistaminika ermöglichen vielen Allergikern Beschwerdeerleichterung. Naturheilkundliche wirksame Alternativen kenne ich nicht, würden mich natürlich stark interessieren! lg, Christian.
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"May you live all the days of your life." -Jonathan Swift |
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#5
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Ich bin selbst auch Betroffener einer Pollenallergie.
Das sich allerdings 'Kreuzallergien bilden' wie dritten Post geschrieben, mag bei einem verschwindend kleinen Teil Patienten einer Hyposensiblisierung der Fall sein. Im allgemeinen ist die Kreuzallergie nämlich meist bereits vorhanden. Mir selbst ist es ohne jede Form von Behandlung jedweder Allergie aufgefallen, wenn ich zum Beispiel Haselnüsse, Karotten oder bestimmte Apfelsorten gegessen habe. Als ich mich dann auf Allergien habe testen lassen, erst mit dem sogenannten Prick-Test und darüber hinaus noch eine Blutuntersuchung, gab es im Hinblick auf eine ärztlich angeratene Hyposensibilsierung auch eine Ernährungsberatung die darauf hinwies, daß ich auf bestimmte Kräuter / Gewürze und auch eine Lebensmittel verzichten sollte. Einiges was dort gesagt wurde auf welche Kräuter / Gewürze ich allergisch reagiere, konnte ich dann leider auch bestätigen. Was mir allerdings auch gesagt wurde und das hat mich dann ein wenig abgeschreckt ist, daß tatsächlich entweder ein allergener Stoff in höherer Dosierung bzw. zwei in kleiner Dosierung gespritzt würden. Also ein 'Rundum-Sorglos-Paket' ist diese Form der Behandlung nicht. Die Untersuchung ist nun schon einige Jahre her, möglicherweise gibt es also auch neuere, andere Ansätze. Dazu kann ich nichts sagen. Die Untersuchung fand in der Charité Berlin statt. Dort gab es auch ein Forschungsinstitut. Wie auch immer: Schönen Frühling und Sommer! |
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#6
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Hallo!
Kreuzallergien liegen in der Regel schon vor einer Hyposensibilisierung vor. Ich meinte damit lediglich, dass eine Hyposensibilisierung gegen z.B. Birke nicht den gewünschten Erfolg bringt, wenn gleichzeitig Nahrungsmittelallergien bzw. Kreuzallergien gegen Äpfel, Birnen, Kirschen, Erdbeeren etc. vorliegen. Antihistaminika blockieren die Entzündungsreaktionen im Rahmen einer Allergie wie z.B. Hautrötung, Juckreiz etc. Bei schwersten Erscheinungen können diese Medikamente, zusammen mit Cortison, natürlich lebensrettend sein. Aber trotzdem werden weder mit der Hyposensibilisierung noch mit Antihistaminika die Ursache einer Allergie behandelt, sondern meistens nur die symptomatischen Erscheinungen. An dieser Stelle bietet meines Erachtens die Naturheilkunde vor allem bei Allergie wie Heuschnupfen sinnvolle Alternativen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Akupunktur, Ohrakupunktur, Neuraltherapie, Eigenblut, Homöopathie sind nur eine Auswahl. Hier geht es in erster Linie darum, das außer Kontrolle geratene Immunsystem zu regulieren. Um einen dauerhaften Erfolg zu haben, bleibt die Frage nach der Ursache allerdings nach wie vor ganz entscheidend! ![]() lg, h. |
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#7
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Hallo,
damit Immunüberreaktionen in der Heuschnupfenzeit das Leben nicht zur Hölle machen, empfiehlt es sich, nach wirksamen Alternativen zu suchen. Gerade in Zeiten neuer Virenarten, gefährlicher Bakterienmutationen und zunehmender Antibiotikaresistenz ist nicht nur eine Abwehrstärkung, sondern auch eine Vorbeugung und Minderung von allergischen Reaktionen mit natürlichen und nebenwirkungsfreien Mitteln wichtig. In Frage kommen hierbei meines Erachtens vor allem Calcium, Roter Sonnenhut und Zink. Calcium kann bei Sonnenallergien, Heuschnupfen und Insektenstichallergien die Symptome deutlich mindern. Der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea) steigert die Zahl der weißen Blutkörperchen und aktiviert die Fresszellen beim Überwinden körperfremder Stoffe. Zink als lebensnotwendiges Spurenelement wird für ein intaktes Abwehrsystem und für die Funktion verschiedener Stoffwechselvorgänge benötigt. Eine regelmäßige Zinkzufuhr mit der Nahrung ist besonders wichtig, da unser Körper nicht über größere Zinkspeicher verfügt. lg h. |
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#8
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Hallo,
ein interessanter Fall zum Thema Heuschnupfen: Eine Frau, die seit 20 Jahren an massivem, sich ständig verschlimmernden Heuschnupfen litt, ließ 3 Mal eine Gegensensibilisierung machen, mit dem Erfolg, dass sie von Jahr zu Jahr noch auf weitere Pollen allergisch reagierte. Bei der letzten Gegensensibilisierung erlitt sie einen allergischen Schock, der aber zum Glück von dem Allergologen mit einer Hochdosis Cortison beherrscht werden konnte. Seit diesem schlimmen Erlebnis mied sie jede Gegensensibilisierung. Die Erkrankung verschlimmerte sich weiterhin. Sie hatte sehr hohe Allergieparameter, u.a. lagen die IgE-Werte über 10.000 (Normwert bis 100). Schließlich suchte sie auf Empfehlung einen Heilpraktiker auf. Sie erfuhr, dass sogar schulmedizinische Antiallergika allergische Reaktionen auslösen können, wie z.B. das Antiallergikum "Cetirizin", das auch sie einnahm! Nach Absetzen des Medikaments ließ sie eine Therapie mit Schlangengiften durchführen, die sie kurmäßig über 3 Jahre durchführte. Seit dem 4. Jahr ist sie beschwerdefrei! Diese Geschichte sollte nur aufzeigen, dass es doch immer wieder Lösungen gibt, auch wenn man bereits am verzweifeln ist. ![]() lg, h. |
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#9
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Da jede Allergie bei Menschen unterschiedliche Auswirkungen hervorruft, ist es grundsätzlich sehr schwierig ein allgemeingültiges Patentrezept gegen den Heuschnupfen zu finden. Aus meiner Erfahrung kann ich nur besteuern, dass jeder für sich die "perfekte" Therapie ausprobieren sollte. Sei es in Form von Antiallergika oder Desensibilisierung. In vielen Fällen, gerade, wenn die Allergie erst mit dem Alter zum ersten Mal spürbar wird, ist sie auch nach wenigen Jahren schon weniger geworden oder wieder ganz verschwunden....
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#10
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Hallo Butterblume,
natürlich muß jeder für sich selbst die beste Therapie herausfinden und ein Patentrezept gibt es aufgrund der Vielfältigkeit der Allergene und der Individualität der Betroffenen in der Regel nicht. Was hast du denn ausprobiert bzw. was hat dir geholfen? lg, h. |
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