#41  
Alt 24.09.2009, 08:02
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Dein Arzt ist ein cleverer Mensch!

Erkältungen, wie wir sie kennen, als Schnupfen/Verkühlung, etc. sind zuallermeist durch Viren verursacht. Antibiotika helfen dagegen nicht, die sind gegen die jeweils entsprechenden Bakterien!

Tatsächlich ist es so, dass wenn man verkühlt ist, die gereizte Schleimhaut etwas aus dem "Gleichgewicht" kommt und es dann möglich ist, dass sich die dort allgegenwärtigen Bakterien "breit" machen können. Sowas nennt man dann "bakterielle Superinfektion" (also eine bakterielle Infektion, die sich quasi auf die Erkältung "draufsetzt" - weil die lokale Immunabwehr der Schleimhaut nicht mehr so effektiv arbeiten kann).
Deshalb ist es während einer Erkältung wichtig, sich ein wenig zurückzuhalten um den Körper nicht vermehrt zu belasten, um das Immunsystem noch weiter herabzusetzen (also Bettruhe, wenn die Erkältung ganz schlimm ist).

Die Therapie einer Erkältung beinhaltet im Normalfall lediglich sogenannte "Allgemeinmaßnahmen". Dazu gehört: viel trinken (Wasser reicht, Tee ist auch gut), Ruhe, gegebenenfalls Medikamente zur Abschwellung der Schleimhaut und verminderter Schleimsekretion (das ist aber eigentlich keine Therapie, sondern Symptombehandlung! - Wie Clarinase oder Otrivin Nasentropfen zB).

Pointiert gesagt, wie schon oft hier geschrieben, dauert eine Erkältung eine Woche ohne oder 7 Tage mit Medikamenten
Deshalb haben viele Menschen, wenn (nicht so clevere Ärzte, wie Deiner) Antibiotika verschrieben werden, das Gefühl die würden helfen - tatsächlich ist es aber so, dass in der selben Zeiteinheit, der Körper das alleine erledigt hätte. (Ganz !vorsichtig! gesagt verhält es sich manchmal auch so mit homöopathischer, etc. Therapie, es wird behauptet, die Mittelchen würden das Immunsystem stärken, und die Erkältung geht tatsächlich weg, aber nur deshalb, weil sie sowieso weggegangen wäre, auch ohne... - Ich bitte zu beachten, dass ich diesen kritischen Standpunkt sowohl gegenüber Antibiotika als auch alternativer Verfahren einnehme in dieser Indikation!!).

Was mir selbst neu ist, dass die Beurteilung des herauskommenden Schleims (durchsichtig oder grün/gelb(=Hinweis auf Entzündung) aus der Nase, keine sichere Grundlage zur Unterscheidung einer viralen oder bakteriellen Infektion ist.

Also lob Dir Deinen Doc, er macht scheinbar das Richtige.

lg,

Christian.
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Geändert von ChristianK (24.09.2009 um 17:41 Uhr)
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  #42  
Alt 24.09.2009, 16:12
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naja, häufig entwickelt sich die Erkältung dann doch zur eitrigen Mandelentzündung, womit man dann doch wieder beim Antibiotikum angekommen ist

Die Unterscheidung nach dem Schleim habe ich übrigens noch nie gehört.
Abgesehen davon, dass diese Art der Diagnostik nicht lecker ist: Ist da was dran?
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  #43  
Alt 24.09.2009, 17:14
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Das wäre ja dann so eine bakt. Superinfektion. Bei welcher Antibiotika dann durchaus angebracht sind. Sie stellen dann aber ja auch eine neue/andere Krankheitsentität dar.

Für mich bleibt der Doc clever

@Schleim: Bist du von Deinem Doc bei Schnupfen noch nie gefragt worden, ob das was rauskommt durchsichtig oder grün/gelb ist? Viele machen es davon abhängig ob sie dann Antibiotika verschreiben...

lg,

C.
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  #44  
Alt 24.09.2009, 17:32
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Also ich kann mich noch erinnern, dass das mit der Farbe des Schleimes eine der Standardfragen meiner ehemaligen Kinderärztin war (ist allerdings schon einige Zeit her ).
Dass man damit grob eine virale von einer bakteriellen Infektion unterscheiden kann, hab ich nur irgendwo nebenbei mal aufgeschnappt. Würd mich interessieren wie sicher/unsicher das tatsächlich ist (glaub aber kaum, dass es da Daten hinsichtlich Sensitivität und Spezifität dieses "Tests" gibt ).

Wenn einige abhängig davon die Indikation zur Gabe eines Antibiotikums stellen, sollte da zumindest doch ein bisschen was dran sein...

Lg,

Rene
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  #45  
Alt 24.09.2009, 17:43
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Tun manche Docs so, kann mich aber nebulös daran erinnern, in der Vorlesung gehört zu haben, dass wir das nicht tun sollen - weils scheinbar kein sensitiver Test ist

*lol*
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  #46  
Alt 24.09.2009, 21:10
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Arzt rät aber von Nasensprays total ab.
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  #47  
Alt 25.09.2009, 08:57
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Da hat er jedenfalls auch recht damit!

Die Nasensprays, welche die Gefäße der Schleimhaut verengen (durch sog. alpha-Sympathomimetika)-> dadurch weniger rinnende Nase, reizen bei mir die Schleimhaut auch extrem (Das steht auch bei den Nebenwirkungen: lokale Reizung + im Körperkreislauf(systemisch) am Herzen oder im Zentralnervensystem). Ist super unangenehm und macht die Nasenschleimhaut nicht unbedingt besser. Sie zu verwenden ist auch nur eine Behandlung der Symptome, kann also getrost weggelassen werden, manche Menschen können (beruflich?) und wollen aber nicht den ganzen Tag "rumrotzen", oder sich die Nase "wundputzen" . Weswegen sie sicher dann auch wieder eine Berechtigung haben.

Ich verwende, wenn es mich trifft, meistens aber wegen meiner Allergie im Frühjahr, dann immer Clarinase als Dragees (Die beinhalten sogenannte alpha-Sympathomimetika zur Abschwellung der Nasenschleimhaut + ein Antihistaminkum gegen die lokale Immunreaktion). Die helfen und reizen (meine) Schleimhaut auch nicht so sehr.

Was wichtig dabei zu wissen ist, ist der Begriff des Privinismus oder Arzneimittel-Rhinitis oder Rhinitis medicamentosa:
Schädigung der Nasenschleimhaut (bes. des Flimmerepithels) mit Schwellung u. Austrocknung durch übermäßigen Gebrauch von Alphasympathomimetika (z. B. als Rebound-Phänomen bei übermäßigen Gebrauch von abschwellenden Nasensprays) (Pschyrembel)

-> Daher, sowohl die Nasensprays, als auch die Dragees nicht länger als 7Tage(MedUni, Beipackzettel)-10Tage(verschiedene Quellen über das Auftreten von Privinismus)-14Tage(Karow, 2008, Pharmakologie und Toxikologie) anwenden. Dann sollte das nicht vorkommen.

Viel Spass in der heurigen Herbst-Erkältungs-Saison

lg,

Christian.
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  #48  
Alt 24.11.2009, 09:15
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Bei Schnupfen und Husten
Bei einer verstopften Nase hilft eine Kochsalzspülung. Das Salzwasser ersetzt das Nasenspray, denn es desinfiziert und löst festsitzenden Schleim. Einfach eine Messerspitze Salz in 0,2 Liter Wasser verrühren. Die fertige Spülung nun nacheinander durch die Nasenlöcher einziehen. Wer Spülungen unangenehm findet, kann stattdessen auch inhalieren. Hierfür zwei Liter Wasser zum Kochen bringen. Drei Esslöffel Salz oder eine haselnussgroße Menge Erkältungsbalsam in einer Schüssel mit dem kochenden Wasser übergießen. Die Schüssel nun mit einem Handtuch abdecken und den Dampf mindestens zehn Minuten lang tief ein- und ausatmen.

Auch festsitzender Husten lässt sich mit Inhalieren lindern. Zusätze wie Thymian und Pfeffermine verflüssigen den Schleim und erleichtern das Abhusten. Wer vom Inhalieren genug hat, ist mit Kräutertees gut beraten. Tiefsitzender Schleim weicht dank Süßholz- oder Huflattich-Tee. Bei Reizhusten eine Mischung aus 25 Gramm Eibischwurzel, 20 Gramm Isländisch Moos und je 20 Gramm Fenchel und Anis mit kochendem Wasser aufgießen, zehn Minuten ziehen lassen und über den Tag verteilt trinken.
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  #49  
Alt 24.11.2009, 18:55
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Das mit der Nasenspülung habe ich sogar selbst schonmal probiert. Richtig angenehm habe ich es nicht in Erinnerung. Dabei sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass das Wasser lauwarm ist - kaltes Wasser ist extrem widerlich. Und ich damals hatte ich so eine Art Mini-Gießkanne, da man das Salzwasser sonst nur schwer an Ort und Stelle bekommt.
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  #50  
Alt 01.12.2009, 09:57
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Von Nasenspülungen hab ich auch schon gehört aber immer in Zusammenhang mit so einer Pumpe, die einem das Zeug dann direkt in alle Höhlen prustet

Weiß nicht, ob ich meinen Riecher einfach in einen Topf Salzwasser stecken und hochziehen könnte ... autsch ...

Nasensprays soll man nur sehr selten verwenden, da sich die Nase irgendwann dran "gewöhnt" und man garnicht mehr ohne Spray auskommt.
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