#1  
Alt 13.11.2008, 12:47
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Roger ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard Borreliose nach Zeckenbiss

Hallo,

ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich das an der richtigen Stelle anspreche, aber nachdem FSME hier wohl reingehören würde, ist die Borreliose auch nicht weit...

Folgende Frage möchte ich einstellen: Bei einer Rundwanderung durch das Hohenlohische habe ich eine Zecken mit nach Hause gebracht. Da sich das Tier an einer nciht direkt auffälligen Stelle festgebissen hat, habe ich es erst ein paar Tage später gemerkt. Bis dahin hatte sich schon eine leicht Rötung um die Stelle herum gebildet. Ich bin dann zum Arzt und habe sie entfernen lassen - und bekam dazu prophelaktisch ein Antibiotikum verschrieben - gegen mögliche Borreliose. Macht man das so und bringt das was? Weil zu häufig soll man ja auch nicht unbedingt Antibiotika schlucken?

viele Grüsse,
Roger
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  #2  
Alt 13.11.2008, 13:06
Benutzerbild von Tigi
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Tigi ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Borreliose nach Zeckenbiss

Rötung um die Bissstelle kann ein Anzeichen für Borreliose sein, und im Blut sind die Antikörper erst nach zwei bis acht Wochen nachweisbar. Da Borreliose möglicherweise schwerwiegende Folgen haben kann, halte ich diese vorsorgliche Antibiotikagabe in diesem Fall für gerechtfertigt.
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  #3  
Alt 13.11.2008, 22:20
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cosmopolitain ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Borreliose nach Zeckenbiss

Bei mir wurde ein Brubbel aus der Bißstelle. Mein Hausarzt hat Blut abgenommen und nach 8 Wochen noch einmal. Da ich keine Beschwerden hatte, bekam ich erst keine Antibiotika.
Erst als der Bluttest nach 8 Wochen schlechter aussah, hat er es mir aufgeschrieben.
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  #4  
Alt 16.11.2008, 22:01
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Roger ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Borreliose nach Zeckenbiss

Zitat:
Bei mir wurde ein Brubbel aus der Bißstelle. Mein Hausarzt hat Blut abgenommen und nach 8 Wochen noch einmal. Da ich keine Beschwerden hatte, bekam ich erst keine Antibiotika.
Erst als der Bluttest nach 8 Wochen schlechter aussah, hat er es mir aufgeschrieben.
mh, das hört sich dann aber schon bedenklicher an. was heisst den "schlecht aussah" ? hast du sonst irgendwelche beschwerden ?
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  #5  
Alt 17.11.2008, 07:47
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cosmopolitain ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Borreliose nach Zeckenbiss

Nein, keine Beschwerden, deshalb habe ich mich ja auch erst gescheut, solche Hammertabletten zu nehmen.
Es gibt 2 Blutwerte, den einen für die Antikörper, der kann über Jahre hoch bleiben. Das ist OK.
Jedoch beim 2. Wert handelt es sich um den akuten Borreliose-Wert. Hier sind noch zusätzliche Borreliose-Formen hinzugekommen.
Da ich aber keine Beschwerden habe, kann ich eine "Besserung" leider auch wieder nur nach ein paar Wochen über das Blut erkennen.
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  #6  
Alt 18.11.2008, 09:15
Benutzerbild von ChristianK
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ChristianK befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Borreliose nach Zeckenbiss

Hallo Roger,

nachdem sich durch eine Borreliose (Borrelia burgdorferi) Infektion eine sog. Lyme-Borreliose: http://www.akh-consilium.at/daten/lyme_borreliose.htm
(mit allen Komplikationen) entwickeln kann und eine lokale Rötung (Erythema migrans) als Hinweis dafür interpretiert werden kann (in der Regel korrelieren die lokalen Symptome mit der Anwesenheit der Erreger am Ort der Entzündung), ist eine prophylaktische Antibiotikagabe bestimmt (zumindest) gerechtfertigt (aber nicht zwingend indiziert!).
Es werden Penicillin, Amoxicillin, Makrolide und Tetracycline empfohlen.
Wobei man sagen kann, daß Penicilline, Amoxicillin (sofern keine Penicillinallergie besteht) sehr gut verträglich sind und damit dem Risiko der Lyme-Borreliose gegenüberstehen.
Makrolide selbst sind normalerweise auch gut verträglich (und kommen für den Fall einer Penicillinalergie zum Tragen, oder nach Geschmack des behandelnden Arztes ;-)) und stehen daher ebenfalls für die spezifische Therapie/Prophylaxe dem Risiko der Lyme-Borreliose gegenüber.
Da Makrolide bereits sehr breit wirksam sind (Breitbandantibiotikum) besteht aber natürlich immer die Gefahr der Selektion von Bakterienstämmen und auf lange Sicht der Wirkungsverlust der selben. (das zum Argument, man solle nicht so häufig Antibiotika schlucken. Was damit ja auch stimmt!)

Bei den Tetracyclinen sieht das mit den Nebenwirkungen schon anders aus!
(Gastrointestinale Beschweren, Einlagerung in Zähne und Knochen -> bei Kindern und Schwangeren kontraindiziert, Photosensibilität (kein direktes Sonnenlicht), hepatotoxisch, nephrotoxisch, Schwindel)

Demgegenüber steht jedoch die Lehrbuch Information, dass 90% der Fälle einer Stadium I Borreliose (lokale runde Rötung mit weißem Fleck drinnen,...) auch ohne antibiotische Behandlung ausheilen.
(Aber Achtung umgekehrt: 90% klingt zwar sehr hoch, dh aber auch gleichzeitig dass es bei 10 auf 100 Zeckenopfern, bei denen sich ein Stadium I entwickelt eben nicht so ist. - auch wieder gar nicht so wenig, oder?)

Aus meiner Sicht (meine Privatmeinung!!):
Insgesamt soll doch immer der Grundsatz bestehen, zu überlegen, ob man die Therapie sich selbst zukommen lassen würde.
Wenn ich also das Risiko der Entwicklung einer Lyme-Borreliose den Risiken der Antibiotika für mich gegenüberstelle, würde ich mir (bei eindeutigen lokalen Zeichen natürlich) die Prophylaxe zukommen lassen (ich selbst habe aber keine Penicillin Allergie) - was die Sache (wie oben beschrieben vereinfacht) weil die Penicilline doch das "angenehmere" Nebenwirkungsspektrum aufweisen.

Als Entscheidungsgrundlage würde ich jedenfalls die Art des verschriebenen Antibiotikums wählen und ein erneutes Gespräch mit dem verschreibenden (oder einem anderen des persönlichen Vertrauens) Arzt suchen.

Aus persönlichem Interesse: Welche Antibiotika wurden eigentlich verschrieben? (ist eine Penicillin-Allergie vorhanden?)

Ach ja - nebenbei, bei Zeckenbiss ohne lokale Symptome (Rötung, Schwellung, etc.) wird KEINE AB-Prophylaxe empfohlen und die rechtzeitige Entfernung einer Zecke (natürlich bei rechtzeitigem Entdecken) stellt die Entfernung eine wirksame Prophylaxe dar, da die Infektion mit Borrelien verzögert erfolgt.

lg,

Christian.

Geändert von ChristianK (18.11.2008 um 09:22 Uhr)
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  #7  
Alt 19.11.2008, 19:43
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Athena ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Borreliose nach Zeckenbiss

Was immer du verschrieben bekommst, das nimm auch besser. Bei meiner Schwester, die das auch hatte, wurde es nicht erkannt (erst sehr viele Jahre später) und sie hat Zeit ihres Lebens Probleme mit ihrem Körper, ganz besonders den Knien und ihrem Abwehrsystem.
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  #8  
Alt 20.11.2008, 18:24
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uwe007 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Daumen hoch AW: Borreliose nach Zeckenbiss

Hallo und guten Tag! Ich bin neu hier, aber zum Thema Borreliose fällt mir nur eins ein " Cistus Incanus ". Die Wirkung dieser Pflanze wurde bereits an der Uni Leipzig untersucht und meine ganze Familie nutzt sie als schmackhaftes Teegetränk. Dieser Pflanze wird nachgesagt das sie freie Radikale neutralisieren kann und bei entsprechender Dosierung sogar Viren daran hindert in die Zellen einzudringen. Wenn jemand mehr zu der Pflanze wissen möchte, dann bitte melden.
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  #9  
Alt 20.11.2008, 19:21
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Roger ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Borreliose nach Zeckenbiss

Interessant, hätte ich nicht gedacht. Ich glaube ich habe das Risiko unterschätzt: 10% ist schon viel wenn man bedenkt dass man im Laufe seines Lebens bestimmt einige Zecken abbekommt. Und irgendwie ist Borreliose eine diffuse Krankheit, man merkt sie nicht recht, und die Symptome sind auch nicht richtig greifbar.
Was macht man denn dagegen wenns einen erwischt hat? Wird man das irgendwie wieder los?
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  #10  
Alt 20.11.2008, 20:50
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uwe007 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Borreliose nach Zeckenbiss

Freitag kann ich mich diesem Thema wieder zu wenden.
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